Vom Rand zur Mitte: der Gerbera-Blütenkopf
- Familie
Korbblütler (Asteraceae) - Verbreitung
wärmere Regionen der Alten Welt - Blütentyp
Körbchen mit Rand- und Scheibenblüten - Namensgeber
Traugott Gerber
Gerbera bringen klare Formen und frische Farben in den Strauß. Sie passen gut zu freundlichen Grüßen, Geburtstagen und modernen Blumenarrangements.
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Was wie eine einzelne große Blüte aussieht, ist bei der Gerbera ein ganzer Blütenstand. Außen bilden Zungenblüten den farbigen Kranz, in der Mitte sitzen zahlreiche kleine Scheibenblüten. Dieser klare Aufbau macht Gerbera grafisch, offen und aus der Entfernung gut lesbar.
Der niederländische Botaniker Jan Frederik Gronovius benannte die Gattung 1737 zu Ehren des deutschen Arztes und Botanikers Traugott Gerber; Carl von Linné übernahm den Namen später in die botanische Nomenklatur. Die Gattung umfasst heute ungefähr siebzig anerkannte Arten aus wärmeren Regionen Afrikas und Asiens.
Die äußeren Zungenblüten wirken wie Kronblätter, sind botanisch aber eigenständige kleine Blüten. Sie bilden den farbigen Rahmen um die kompakte Mitte.
Im Zentrum sitzen dicht gedrängt viele Röhren- oder Scheibenblüten. Dunkle, grüne oder helle Mitten verändern den Kontrast und damit die gesamte Fernwirkung.
Züchtungen verändern vor allem Zahl, Länge und Anordnung der Zungenblüten. Dadurch reicht das Spektrum von klarer, margeritenähnlicher Form bis zu dichten, mehrreihigen Blütenköpfen.
Der lange, weitgehend blattlose Stiel trennt den Blütenkopf optisch vom übrigen Strauß. Einzelne Gerbera können deshalb gezielt Akzente setzen; mehrere Blüten wiederholen die runde Form und geben einem lockeren Arrangement Rhythmus. Kleine Germini wirken feiner und lassen sich dichter staffeln als großblumige Typen.