Zeichnung, Blattdrehung und Verzweigung
- Familie
Alstroemeriaceae - Herkunft
Südamerika - Blüte
sechs Blütenhüllblätter - Blatt
gedrehter Blattstiel
Alstroemerien, auch Inkalilien genannt, wirken leicht und farbenfroh. Sie bringen viele kleine Blüten in den Strauß und passen zu freundlichen Grüßen.
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Alstroemerien sind an zwei Details gut zu erkennen: Die inneren Blütenhüllblätter tragen häufig Striche oder Sprenkel, und die Blätter drehen sich während des Wachstums so, dass ihre Unterseite nach oben zeigt. Im Strauß verbinden verzweigte Stiele diese botanischen Besonderheiten mit vielen kleinen Farbpunkten.
Das natürliche Areal der Gattung reicht von Venezuela bis in den Süden Südamerikas, mit großer Vielfalt in Chile und Brasilien. Carl von Linné veröffentlichte den Namen Alstroemeria 1762 und ehrte damit seinen schwedischen Kollegen Clas Alströmer. Moderne Schnittblumensorten verbinden Merkmale verschiedener Arten und wurden auf Farbvielfalt, Stiellänge und gute Haltbarkeit ausgelesen.
Drei innere Blütenhüllblätter unterscheiden sich häufig durch farbige Striche oder Flecken von den äußeren. Diese Leitzeichnung lenkt den Blick in die Blütenmitte und bleibt auch in gemischten Sträußen sichtbar.
Der Blattstiel dreht sich um ungefähr 180 Grad. Botanisch spricht man von Resupination: Was im Strauß wie die Oberseite wirkt, ist tatsächlich die Unterseite des Blattes.
Die Blüten stehen endständig in einer doldenähnlichen Verzweigung. Dadurch bringt ein einzelner Stiel mehrere Blüten und Knospen auf unterschiedlichen Höhen mit.
Die verzweigten Stiele schaffen viele wiederkehrende Blickpunkte und verbinden größere Hauptblüten. Ihre Zeichnung wird besonders gut lesbar, wenn benachbarte Farben nicht zu unruhig sind. Ton-in-Ton eingesetzt wirken Alstroemerien verbindend; in Kontrastfarben geben sie einem lockeren Strauß mehr Rhythmus.